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Warum Bio
Bio ist das Anbausystem, auf dem das Unternehmen aufgebaut ist, kein Etikett, das am Ende aufgeklebt wird. Im Folgenden steht, was das tatsächlich regelt und was davon in Ihrer Wareneingangsakte landet.
- Beschränkte Betriebsmittel, per VerordnungSynthetische Pflanzenschutzmittel und synthetische Stickstoffdünger sind nicht zulässig. Verwendet werden dürfen ausschließlich Betriebsmittel der Positivlisten der geltenden Bio-Verordnung, und jedes Betriebsmittel wird der Kontrollstelle gemeldet.
- Flächenhistorie vor der ersten zertifizierten ErnteEine Fläche muss über eine Umstellungszeit nach Bio-Regeln bewirtschaftet werden, bevor ihre Ernte als Bio verkauft werden darf. Die Zertifizierung erfasst das Land, nicht nur die Saison.
- Ein jährlicher KontrollzyklusDer Zertifizierer inspiziert Anbauflächen und Werk mindestens einmal jährlich, angekündigt oder unangekündigt, und zieht nach eigenem Ermessen Proben. Zertifikate tragen ein Ausstellungsdatum, ein Ablaufdatum und einen definierten Produktgeltungsbereich.
- Rückstandsanalytik zusätzlich zum StandardDer Bio-Status ist eine Systemgarantie, kein Analysenergebnis. Daher werden die Chargen zusätzlich bei QCAP auf Pestizidrückstände, Schwermetalle und Aflatoxine sowie vor der Freigabe im hauseigenen mikrobiologischen Prüfspektrum untersucht.
- Trennung von konventioneller WareBio- und Nicht-Bio-Ware wird in getrennten Warenströmen angenommen, gelagert, verarbeitet und abgepackt, mit Reinigung zwischen den Chargenläufen, sodass die Identität durch das gesamte Werk erhalten bleibt.
- Mengenbilanz, die aufgehen mussDer Zertifizierer prüft, ob die verkaufte Bio-Menge mit der geernteten und eingegangenen Bio-Menge übereinstimmt. Mehr zu verkaufen, als die Fläche hergeben kann, ist genau das, was Audits aufdecken sollen.
- Rückverfolgbarkeit bis zur ChargeJede Sendung ist chargenmarkiert, und die Charge lässt sich über Abpack-, Mahl- und Reinigungsaufzeichnungen bis auf Feld und Saison zurückführen.
- Kein GVO-MaterialGentechnisch verändertes Saatgut und Material sind durch die für die hier gelieferten Kulturen geltenden Bio-Verordnungen ausgeschlossen.
- Dokumentation, die Ihr Markt verlangen wirdDas zum Zielprogramm passende Bio-Zertifikat begleitet die Ware, zusammen mit dem Analysenzertifikat und dem Pflanzengesundheitszeugnis.
- Ein Betreiber über die gesamte KetteAnbau, Verarbeitung und Export liegen bei einem einzigen zertifizierten Betreiber, sodass zwischen Feld und Container keine unzertifizierte Lücke entsteht, in der die Identität verloren gehen könnte.
Standards und Quellen
- Verordnung (EU) 2018/848 und ihre Durchführungsrechtsakte
- USDA National Organic Program, 7 CFR Part 205
- Japanischer Agrarstandard für ökologische Pflanzen
- CERES GmbH, die Zertifizierungsstelle für diesen Betrieb
- QCAP, Zentrallabor für die Analyse von Pestizidrückständen und Schwermetallen in Lebensmitteln
Getrocknete Kräuter in der Hand nach der Verarbeitung.
Getrocknete Kamillenblüten, eines der Blütenkräuter aus dem Bio-Programm.
Was das für Einkäufer bedeutet
Bio ist hier ein auditiertes System mit beigefügten Dokumenten, keine Behauptung. Die Programme und das Kontrollsystem sind aufgeführt auf der Anbauseite, die Zertifikate und ihre Prüflinks finden sich auf der Zertifikatsseite, und das Prüfspektrum steht auf der Herstellungsseite.